 |  |  | |  | Liebe Leserinnen, liebe Leser,jüngst war die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Frau Professorin Dr. Beate Hofmann, zu Gast in meinem Haus. Dabei hatte ich Gelegenheit, mit ihr auch über die besondere Rolle der Medienethik für die Stärkung der Demokratie zu sprechen. Denn jenseits dessen, was das Medienrecht regulieren kann, wird die Medienethik relevant. Medienethik als Raum der Reflexion, der Freiwilligkeit und des Diskurses hinterfragt die Bedeutung der Medien und ihrer Inhalte für die Gemeinschaft und Gesellschaft in moralischer Hinsicht. Und ihr Ziel ist die Schärfung des eigenen Verantwortungspotenzials. Dabei lässt sich Medienethik nicht von außen verordnen und erst recht nicht von oben reglementieren. Für die Entwicklung medienethischer Maßstäbe braucht es vielmehr einen gesellschaftlichen Konsens, der sich aus der streitigen Auseinandersetzung herausbilden muss. Und dass moralisches Bewusstsein nicht allein durch positive Vorbilder im Namen der Political Correctness entsteht, hat RTLZWEI mit Formaten wie „Big Brother“ nachhaltig unter Beweis gestellt. Zuweilen braucht es eben auch Experimentierfreude und Innovation bis hin zum medial vermittelten Tabubruch, um daran Werthaltungen und Grenzen des Zulässigen exemplarisch zu debattieren. Doch RTLZWEI ist weit mehr als ein unverzichtbares Enfant terrible im bundesweiten Konzert der privaten TV-Sender: Dieser Tage wurde die Dokumentation „Hass. Hetze. Hoffnung.“ mit dem Grimme-Preis, einem der renommiertesten Fernsehpreise Deutschlands, in der Kategorie Information & Kultur ausgezeichnet. Der Sender zeigt mit dieser Produktion nicht zum ersten Mal, jedoch besonders eindrücklich, wie Fernsehen mit Kreativität und Engagement gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und Werte sichtbar machen kann. Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihr
Prof. Dr. Murad Erdemir Direktor |
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Prof. Dr. Murad Erdemir, Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, Bernd Bark | © Medienanstalt Hessen
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| Murad Erdemir im Gespräch mit Bischöfin Beate HofmannAm 11. März begrüßte Prof. Dr. Murad Erdemir die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Beate Hofmann, sowie den neuen Leiter der Stabsstelle Kommunikation, Bernd Bark, zu einem ersten Austausch in den Räumen der Medienanstalt Hessen. Der Direktor der Landesmedienanstalt beleuchtete dabei insbesondere ihren Kernauftrag, Medienvielfalt zu sichern sowie Meinungsfreiheit zu schützen. Hofmann und Erdemir betonten die zentrale Herausforderung, unsere Gesellschaft generationsübergreifend resilient gegen gemeinschaftsschädigende Einflüsse wie Hass, Hetze und Desinformation zu machen, um dadurch die Demokratie zu stärken. Eine besondere Rolle komme hierbei neben der Medienbildung vor allem der Medienethik zu, um das Bewusstsein für gemeinsame Werte und für Verantwortung zu schärfen. Die Gesprächspartner wollen zu diesen zentralen Fragen für unsere Gesellschaft in einen regelmäßigen Austausch treten. |
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Medienbildung
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Jurysitzung in Kassel | v.l.n.r.: Sebastian Suhl, Mirko Pohl, Sarah Gumz (Medienanstalt Hessen), Dr. Christian Maatje, Daniela Dietrich, Peter Eberhardt, Roland Lehmann, Reiner Jäkel | © Medienanstalt Hessen
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| MediaSurfer 2025: 16 Projekte nominiertDie Nominierten für den MediaSurfer – MedienKompetenzPreis Hessen 2025 stehen fest: Eine Fachjury hat aus mehr als 100 Einreichungen 16 Medienprojekte aus Hessen ausgewählt, die nun auf die Auszeichnung hoffen können. Der Wettbewerb der Medienanstalt Hessen würdigt kreative Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Kitas, Schulen sowie Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Die Projekte zeigen vielfältige und kreative Ansätze, wie junge Menschen Medien reflektiert nutzen und selbst gestalten können. Die Preisverleihung findet am 29. April in Kassel statt. weiterlesen |  |   | |
© john | Adobe Stock
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| Digitale Sicherheit für Kinder: Maßnahmenpaket zu CybergroomingUm Kinder besser vor sexueller Kontaktanbahnung im Internet zu schützen, bietet die Medienanstalt Hessen umfangreiche Informations- und Bildungsangebote für Eltern und Lehrkräfte zum Thema Cybergrooming an. Ziel ist es, Erwachsene dabei zu unterstützen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Kinder sicher durch den digitalen Alltag zu begleiten.
Zentraler Bestandteil ist das Format „Medienwissen für Eltern“, das kompakte Infos, praktische Tipps und hilfreiche Links rund um Cybergrooming bereitstellt. mehr erfahren |
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Weiteres aus der Welt der Medienanstalten
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Veranstaltungen & Termine
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| 16.04.2026, 19.00 Uhr Digitaler Familientalk: „Schönheitsideale im Netz – Wie Kinder und Jugendliche ein gesundes Selbstbild entwickeln können“ 17.04.2026, 14.00-17.00 Uhr Einfach digital! Online-Fortbildung zur Medienbildung für die Kita: „Pinsel, Papier & Pixel – Kreativ und ausdrucksstark mit digitalen Werkzeugen“ (Wartelistenplatz) 17.04.2026, 10.00-17.00 Uhr Fortbildung „Mikrofon an, Regler auf – vom Skript bis zum fertigen Podcast“, Medienbildungszentrum Süd 21.04.2026, 19.00 Uhr Digitaler Familientalk – Internet-ABC Special: „Kinder sicher im Netz – Erste Schritte gut begleiten. Beliebte Kinderangebote, empfehlenswerte Webseiten, Nutzungszeiten und Kinderschutzfilter“ 24.04.2026, 14.00-17.00 Uhr Einfach digital! Online-Fortbildung zur Medienbildung für die Kita: „Kinder forschen und verstehen mit Medien“ 27.04.2026, 18.30-20.00 Uhr Online-Fortbildung für Lehrkräfte: „Medienerziehung ist Familiensache? – Elternabende als Methode der ganzheitlichen Medienerziehung“ |
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