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März 2026

Logo Medienanstalt Hessen
„Fernsehen kann Werte sichtbar machen.“ Prof. Dr. Murad Erdemir
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jüngst war die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Frau Professorin Dr. Beate Hofmann, zu Gast in meinem Haus. Dabei hatte ich Gelegenheit, mit ihr auch über die besondere Rolle der Medienethik für die Stärkung der Demokratie zu sprechen. Denn jenseits dessen, was das Medienrecht regulieren kann, wird die Medienethik relevant. Medienethik als Raum der Reflexion, der Freiwilligkeit und des Diskurses hinterfragt die Bedeutung der Medien und ihrer Inhalte für die Gemeinschaft und Gesellschaft in moralischer Hinsicht. Und ihr Ziel ist die Schärfung des eigenen Verantwortungspotenzials.

Dabei lässt sich Medienethik nicht von außen verordnen und erst recht nicht von oben reglementieren. Für die Entwicklung medienethischer Maßstäbe braucht es vielmehr einen gesellschaftlichen Konsens, der sich aus der streitigen Auseinandersetzung herausbilden muss. Und dass moralisches Bewusstsein nicht allein durch positive Vorbilder im Namen der Political Correctness entsteht, hat RTLZWEI mit Formaten wie „Big Brother“ nachhaltig unter Beweis gestellt. Zuweilen braucht es eben auch Experimentierfreude und Innovation bis hin zum medial vermittelten Tabubruch, um daran Werthaltungen und Grenzen des Zulässigen exemplarisch zu debattieren.

Doch RTLZWEI ist weit mehr als ein unverzichtbares Enfant terrible im bundesweiten Konzert der privaten TV-Sender: Dieser Tage wurde die Dokumentation „Hass. Hetze. Hoffnung.“ mit dem Grimme-Preis, einem der renommiertesten Fernsehpreise Deutschlands, in der Kategorie Information & Kultur ausgezeichnet. Der Sender zeigt mit dieser Produktion nicht zum ersten Mal, jedoch besonders eindrücklich, wie Fernsehen mit Kreativität und Engagement gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und Werte sichtbar machen kann.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen
Ihr

Prof. Dr. Murad Erdemir
Direktor

Kai Lorenz Wittrock und Prof. Dr. Murad Erdemir | © Medienanstalt Hessen
 

Privater Rundfunk als Wirtschafts- und Standortfaktor

Beim Besuch von Kai Lorenz Wittrock, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH, stand der private Rundfunk als bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor – in Kassel sowie über die Region hinaus – im Mittelpunkt. Doch auch die aktuelle Entwicklung im Bereich der Sozialen Medien, die nach gemeinsamer Wahr­nehmung zunehmend als Startrampen für Radikalisierung dienen, war Gegenstand des Austauschs in der hessischen Landesmedienanstalt. Dabei bestand große Einigkeit, dass die Stabilisierung der Demokratie ein zentrales Anliegen unserer Zeit ist. Vor diesem Hintergrund wurden zudem Grundlagen einer Zusammenarbeit besprochen, um Medienbildung als festen Bestandteil der Ausbildung bei der Wirtschaftsförderung zu etablieren.

Jan Knauf, Christian Kolb, Kerstin Waldeck, Prof. Dr. Murad Erdemir, Susanne Thyroff | © ERF Medien e.V.
 

Konstruktiver Austausch über Medien­verantwortung und Radioperspektiven

Am 4. März besuchten Prof. Dr. Murad Erdemir und Kerstin Waldeck, Direktor und stellvertretende Direktorin der Medienanstalt Hessen, das Medienhaus des ERF Medien e.V. in Wetzlar zum jährlichen Austausch. Thematisiert wurden die Rolle von Radio in der heutigen Medienlandschaft, die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für Jugendschutz, Werbekennzeichnung und fairen Zugang sowie die Heraus­forderungen der Medienaufsicht in den aktuell besonders polarisierten Debatten.

Auch die Entwicklung von ERF Plus kam zur Sprache: Das Programm wächst entgegen dem Branchentrend und zeigt, wie Radio Menschen im Alltag begleitet. Prof. Dr. Erdemir würdigte das Engagement des Veranstalters und betonte die Rolle des Senders als werteorientiertes Medienangebot.

Prof. Dr. Murad Erdemir, Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, Bernd Bark | © Medienanstalt Hessen
 

Murad Erdemir im Gespräch mit Bischöfin Beate Hofmann

Am 11. März begrüßte Prof. Dr. Murad Erdemir die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Beate Hofmann, sowie den neuen Leiter der Stabsstelle Kommunikation, Bernd Bark, zu einem ersten Austausch in den Räumen der Medienanstalt Hessen. Der Direktor der Landesmedienanstalt beleuchtete dabei insbesondere ihren Kernauftrag, Medienvielfalt zu sichern sowie Meinungsfreiheit zu schützen. Hofmann und Erdemir betonten die zentrale Herausforderung, unsere Gesellschaft generationsübergreifend resilient gegen gemeinschaftsschädigende Einflüsse wie Hass, Hetze und Desinformation zu machen, um dadurch die Demokratie zu stärken. Eine besondere Rolle komme hierbei neben der Medienbildung vor allem der Medienethik zu, um das Bewusstsein für gemeinsame Werte und für Verantwortung zu schärfen. Die Gesprächspartner wollen zu diesen zentralen Fragen für unsere Gesellschaft in einen regelmäßigen Austausch treten.

Tim Ellrich und Katrin Raap im Austausch mit Prof. Dr. Murad Erdemir und Kerstin Waldeck | © Medienanstalt Hessen
 

Antrittsbesuch von Katrin Raap bei der Medienanstalt Hessen

Am 18. März war Katrin Raap, die seit dem 1. März zusammen mit Marco Maier die Leitung von RTL Hessen innehat, zu Gast bei Prof. Dr. Murad Erdemir, Direktor der Medienanstalt Hessen, sowie der stellvertretenden Direktorin Kerstin Waldeck. Begleitet wurde sie von Tim Ellrich, Teamleiter Studio Kassel. Im Mittelpunkt des Treffens stand neben dem persönlichen Austausch die Übergabe des aufgrund des Führungswechsels geänderten Zulassungsbescheids. Der Dialog verlief in gewohnt konstruktiver Atmos­phäre und unterstrich die weiterhin enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darüber hinaus wurde ein gemeinsamer Blick in die Zukunft geworfen. Insbesondere die Bedeutung einer starken regionalen Berichterstattung in der heutigen Zeit wurde hervorgehoben und als zentraler Bestandteil der Medienlandschaft betont.

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Fernsehen

© RTLZWEI, Gute Zeit Film, NEOS Film
 

RTLZWEI-Dokumentarfilm „Hass. Hetze. Hoffnung.“ erhält Grimme‑Preis

Der zweiteilige RTLZWEI‑Dokumentarfilm „Hass. Hetze. Hoffnung.“ wird beim dies­jährigen Grimme‑Preis, einem der renommiertesten Fernsehpreise Deutschlands, in der Kategorie Information & Kultur ausgezeichnet. Der Film setzt sich mit Alltagsrassismus gegenüber asiatisch gelesenen Menschen in Deutschland auseinander und nimmt Bezug auf den Mord an der chinesischen Studentin Lǐ Yángjié 2016 in Dessau.

Die Auszeichnung, die am 24. April in Marl verliehen wird, würdigt die filmische Umsetzung und die gesellschaftliche Relevanz des Projekts. Die Medienanstalt Hessen beglückwünscht RTLZWEI herzlich zu dieser verdienten Anerkennung.

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Medienbildung

Gruppenfoto mit 8 Personen
Jurysitzung in Kassel | v.l.n.r.: Sebastian Suhl, Mirko Pohl, Sarah Gumz (Medienanstalt Hessen), Dr. Christian Maatje, Daniela Dietrich, Peter Eberhardt, Roland Lehmann, Reiner Jäkel | © Medienanstalt Hessen
 

MediaSurfer 2025: 16 Projekte nominiert

Die Nominierten für den MediaSurfer – MedienKompetenzPreis Hessen 2025 stehen fest: Eine Fachjury hat aus mehr als 100 Einreichungen 16 Medienprojekte aus Hessen ausgewählt, die nun auf die Auszeichnung hoffen können.

Der Wettbewerb der Medienanstalt Hessen würdigt kreative Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Kitas, Schulen sowie Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Die Projekte zeigen vielfältige und kreative Ansätze, wie junge Menschen Medien reflektiert nutzen und selbst gestalten können. Die Preisverleihung findet am 29. April in Kassel statt.

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Ein Mädchen schaut nachts konzentriert auf den Bildschirm eines Smartphones, ihr Gesicht wird vom Lichtschein erhellt. Der mit Bokeh-Lichtern verschwommene Hintergrund erzeugt ein sanftes, atmosphärisches Gefühl.
© john | Adobe Stock
 

Digitale Sicherheit für Kinder: Maßnahmenpaket zu Cybergrooming

Um Kinder besser vor sexueller Kontaktanbahnung im Internet zu schützen, bietet die Medienanstalt Hessen umfangreiche Informations- und Bildungsangebote für Eltern und Lehrkräfte zum Thema Cybergrooming an. Ziel ist es, Erwachsene dabei zu unter­stützen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Kinder sicher durch den digitalen Alltag zu begleiten.

Zentraler Bestandteil ist das Format „Medienwissen für Eltern“, das kompakte Infos, praktische Tipps und hilfreiche Links rund um Cybergrooming bereitstellt.

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Influencerinnen und Influencer prägen die Meinungen und Lebenswelten junger Menschen weit stärker, als allgemein angenommen. Social Media ist längst mehr als Unterhaltung – es dient als Informationsquelle, Werbe­platt­form und Forum für gesellschaftliche Diskussionen. Der Jugendmedienschutz- und Medienkompetenzbericht 2026 der Landesmedienanstalten „#FollowMe!? Social Media, Influencing und Verant­wortung“ untersucht aktuelle Trends und beleuchtet sowohl Chancen als auch Risiken.

zum Bericht

Medienbildungszentren

Logos Medienbildungszentrum Nord und Medienbildungszentrum Süd auf hellblauem Hintergrund
© Medienanstalt Hessen
 

Medienbildungszentren: Orte des Lernens und Lehrens

Die Medienanstalt Hessen betreibt die Medienbildungszentren Nord und Süd als Orte für Qualifizierung, Austausch und medienpädagogische Praxis. Ihre Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche, pädagogische Fachkräfte sowie weitere Interessierte in Hessen und stärken den kritischen, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien. Darüber hinaus sind sie wichtige Orte für Kooperation und Innovation.

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Auszubildende bei Dreharbeiten
© Medienanstalt Hessen

Fünf Filme – fünf Perspektiven
Im Medienbildungszentrum Nord wurde jüngst ein medienpraktisches Filmprojekt zum Thema „Heimat und Fremde“ durchgeführt. Angehende Sozial­assistentinnen und ‑assistenten des Rudolf Steiner Instituts für Sozial­pädagogik Kassel e.V. produzierten fünf Kurzfilme, die u. a. die Wahrnehmung für unterschiedliche Lebensrealitäten geschärft haben.

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Gruppenfoto: Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke mit Kita-Kindern und zwei Begleiterinnen im Rathaus.
© Medienanstalt Hessen

Kleine Reporterinnen und Reporter zu Gast bei Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke

Acht Kinder der Kita Potz Blitz aus Offenbach am Main besuchten Mitte Februar Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke im Rathaus. Im Rahmen eines Audio-Pilotprojekts des Medienbildungs­zentrums Süd haben die Kita-Kinder u. a. gelernt, das Audioaufnahmegerät als kreatives Werkzeug zu entdecken und eigene Fragen zu formulieren.

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Medienwirtschaft

 

Jetzt Sender für das RADIOSIEGEL 2026 vorschlagen!

Für das RADIOSIEGEL 2026 werden wieder private Radiosender gesucht, die ihre Volontärinnen und Volontäre besonders praxisnah und verantwortungsbewusst ausbilden. 

Die mit dem Siegel ausgezeichneten Radiostationen nehmen an der feierlichen Preisverleihung im Rahmen des RadioNetzwerkTags am 3. Dezember in Frankfurt am Main teil und dürfen jeweils eine Nachwuchskraft zu einer exklusiven Exkursion nach Berlin entsenden. Vorgeschlagen werden müssen die Sender von den Volontärinnen und Volontären selbst. Einsendeschluss ist der 27. März.

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Grafisches Eventmotiv zum Hessischen Jungjournalistentag mit farbigem Verlauf in Orange, Blau und Pink. Großer Schriftzug „LAUT WERDEN“. Rechts stehen Datum „25–04–26“, der Hinweis „Jetzt anmelden“ und die Website djv-hessen.de
© Lucas Kraus
 

Hessischer Jung­journalistentag 2026

Am 25. April lädt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Hessen junge Medien­interessierte, Studierende sowie Einsteigerinnen und Einsteiger zum Hessischen Jungjournalistentag 2026 an die Media University Frankfurt ein. Auf dem Programm stehen spannende Workshops, Praxis-Tipps von Profis und Insider-Einblicke in Themen wie Podcasting, Social Media, Krisen- und Sportjournalismus, Diversity und Mental Health. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt.

jetzt anmelden

Weiteres aus der Welt der Medienanstalten

© Rosendahl Borngräber - rosendahl-berlin.de

14. April: DLM im Dialog 2026 – Verantwortung für Vielfalt
Die Veranstaltungsreihe der Direktoren­konferenz der Landesmedien­anstalten (DLM) bringt Expertinnen und Experten aus Medien, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Im Fokus stehen der fachliche Austausch zu aktuellen medienpolitischen Themen sowie der Dialog mit Öffent­lichkeit und relevanten Akteurinnen und Akteuren.

Veranstaltungen & Termine

16.04.2026, 19.00 Uhr
Digitaler Familientalk: „Schönheitsideale im Netz – Wie Kinder und Jugendliche ein gesundes Selbstbild entwickeln können“

17.04.2026, 14.00-17.00 Uhr
Einfach digital! Online-Fortbildung zur Medienbildung für die Kita: „Pinsel, Papier & Pixel – Kreativ und ausdrucksstark mit digitalen Werkzeugen“ (Wartelistenplatz)

17.04.2026, 10.00-17.00 Uhr
Fortbildung „Mikrofon an, Regler auf – vom Skript bis zum fertigen Podcast“, Medienbildungszentrum Süd

21.04.2026, 19.00 Uhr
Digitaler Familientalk – Internet-ABC Special: „Kinder sicher im Netz – Erste Schritte gut begleiten. Beliebte Kinderangebote, empfehlenswerte Webseiten, Nutzungszeiten und Kinderschutzfilter“

24.04.2026, 14.00-17.00 Uhr
Einfach digital! Online-Fortbildung zur Medienbildung für die Kita: „Kinder forschen und verstehen mit Medien“

27.04.2026, 18.30-20.00 Uhr
Online-Fortbildung für Lehrkräfte: „Medienerziehung ist Familiensache? – Elternabende als Methode der ganzheitlichen Medienerziehung“

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