 |  |  | |  | Liebe Leserinnen, liebe Leser,Australien schreibt Geschichte im digitalen Kinderschutz: Seit dem 10. Dezember 2025 ist dort für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren der Zugang zu eigenen Social-Media-Accounts tabu. Von den Regelungen betroffen sind etwa Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, der Kurznachrichtendienst X, Reddit und Twitch. Das Vorgehen löste weltweit eine Debatte um ein Social-Media-Verbot für Minderjährige aus. Das EU-Parlament forderte zudem bereits in einer Resolution vom 26. November 2025 eine europaweite Altersgrenze von 16 Jahren für soziale Medien, Video-Plattformen und KI-Begleiter mit Risiken für Minderjährige. Und auch in Deutschland nimmt die Diskussion um eine gesetzliche Festschreibung eines Mindestalters von 16 Jahren dieser Tage nochmals deutlich an Fahrt auf. Die enormen Herausforderungen, vor die soziale Medien den Jugendschutz stellen, sind ebenso bekannt wie unstreitig. Und dabei dienen diese zunehmend auch als Startrampen für Radikalisierung. Gleichwohl sind es heute vor allem die sozialen Medien, in denen Jugendliche Werte und Normen, Rollenverständnisse, Moral und Ethik im Austausch mit Gleichaltrigen aushandeln. Hier finden sie Räume, um Kreativität, Beziehungen und Identitätsbildung zu stärken. Wir müssen uns deshalb kritisch fragen, ob wir gut beraten sind, wenn wir einem 15-jährigen Jugendlichen die Möglichkeit nehmen, sich selbst darzustellen und eine eigene Haltung zu entwickeln. An dieser Stelle treten neben dem Recht junger Menschen auf digitale Teilhabe zudem Elternverantwortung und Medienbildung auf den Plan. Ein rigoroses Social-Media-Verbot für Kinder, also für Personen unter 14 Jahren: Das ist hingegen ein anderes, mit Nachdruck zu verfolgendes und über alle Widerstände hinweg durchzusetzendes Thema. Zudem: Wir sollten nicht nur darüber reden, wer (noch) nicht über einen eigenen Social-Media-Account verfügen darf. Wir müssen auch darüber reden, wer in jedem Fall dort präsent sein soll und auch präsent sein muss. Wer die politische Meinungsbildung der Zukunft mitgestalten will, der darf TikTok und die weiteren digitalen Resonanzräume der Jugend nicht ignorieren. Mein dringlicher Appell deshalb an alle Politikerinnen und Politiker der demokratischen Parteien in unserem Land: Meiden Sie die sozialen Medien nicht. Gehen Sie da rein. Seien Sie dort sichtbar. Seien Sie dort ansprechbar. Und werden Sie zu Influencerinnen und Influencern in eigener Sache. Verantwortung heißt auch digitale Präsenz. Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihr
Prof. Dr. Murad Erdemir Direktor |
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Medienbildung
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| Einfach digital! Fortbildungen zur Medienbildung für die KitaDie kostenfreien Online-Fortbildungen der Medienanstalt Hessen zeigen, wie digitale Medien kreativ und praxisnah im Kita-Alltag eingesetzt werden können. Für die erste Veranstaltung am 29. Januar zum Thema „Das schmeckt mir (nicht)! – Mit digitalen Medien Gesundheit und Gefühle entdecken“ können sich pädagogische Fachkräfte noch anmelden. mehr erfahren |  |   | |
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| Safer Internet Day 2026 – „KI and me. In künstlicher Beziehung“Am 10. Februar ist wieder Safer Internet Day (SID)! Im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstages steht die Frage, wie sich die zunehmende Nutzung von KI-Begleitern auf unser Miteinander und vor allem auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen auswirkt. Auch die Medienanstalt Hessen beteiligt sich im Rahmen des SID mit eigenen Angeboten: 10.02.26: Themenabend der Medienbildungszentren Die Medienbildungszentren Nord und Süd haben auf ihrem Sender einen Themenabend zusammengestellt und zeigen im TV-Programm Produktionen, die sich mit KI und ihren Auswirkungen beschäftigen. 12.02.26: Digitaler Familientalk „Hilfe, mein Kind redet mit einem Chatbot! Beziehung zu einem KI-Assistenten“ Eltern und Erziehungsberechtigte sind zum Online‑Talk eingeladen, bei dem Expertinnen und Experten darüber sprechen, wie Kinder und Jugendliche Chatbots und KI-Assistenten wie ChatGPT nutzen und welche Chancen und Risiken dabei bestehen. Ergänzend erhalten sie praktische Tipps für den sicheren, selbstbestimmten Umgang mit KI‑Tools sowie Raum für Fragen und Austausch. |  |
Neues Handbuch für Lehrkräfte
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© Internet-ABC e. V.
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|  | Das neue Lernmodul-Handbuch des Internet-ABC unterstützt Lehrkräfte dabei, digitale Kompetenzen zu vermitteln. Es fasst die 15 interaktiven Lernmodule übersichtlich zusammen und enthält praktische Materialien zur Unterrichtsvorbereitung. Themen wie Datenschutz, Werbung und Urheberrechte werden kindgerecht aufgearbeitet und fördern spielerisch das kritische Denken der Grundschulkinder. Die digitale Version ist bereits verfügbar, die Druckversion kann ab sofort bei der Medienanstalt Hessen bestellt werden. mehr erfahren |
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| Gewaltprävention digitalMit der 2. Digitalen Präventionsmesse bietet die Fachstelle gegen Gewalt des Bistums Limburg mit der Regionalen Geschäftsstelle Westhessen des Netzwerks gegen Gewalt im gesamten Februar vielfältige Online‑Veranstaltungen zu Gewaltphänomenen, Handlungssicherheit und Vernetzungsmöglichkeiten für Fachkräfte, Eltern und alle Interessierten an. Auch die Medienanstalt Hessen ist vertreten und stellt am 24. Februar ihre Unterstützungsangebote und Projekte vor. |  | |
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Veranstaltungen & Termine
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