Geleitet von zwei ehemaligen Lehrern und einer Lehramtsstudentin, haben sie sich zum Ziel gesetzt, Politik verständlich, lebensnah und kreativ erfahrbar zu machen. Das Medienbildungszentrum Nord unterstützt und begleitet das Projekt von Beginn an. Im Mittelpunkt stehen Themen aus der direkten Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Für die Lernenden der 6. – 8. Klasse spielt dabei die Kommunalpolitik eine besonders wichtige Rolle: Wieviel Geld bekommt eine Schule und was macht sie damit? Wer ist für die Schulbusse verantwortlich und warum werden sie nicht mehr eingesetzt? Und wie laufen Kommunalwahlen ab? In der Demokratiewerkstatt setzen sich die Teilnehmenden mit genau solchen Fragen auseinander – praxisnah und auf Augenhöhe. Sie formulieren eigene Forderungen, wie etwa der flächendeckende Einsatz von Tablets im Unterricht oder besuchen politische Veranstaltungen.
Ein besonderer Schwerpunkt im Projekt liegt auf der Produktion eigener Videobeiträge. Die Schülerinnen und Schüler bekamen in zwei Praxistagen einen Einblick, wie journalistische Beiträge entstehen: von der Themenrecherche über Interviews bis hin zu Kameraarbeit. Sie entwickelten selbständig Fragen und führten erste Gespräche in der Schulgemeinschaft. So entstehen im Laufe des zweiten Schulhalbjahres Beiträge, die die Wünsche der Lernenden widerspiegeln.
Durch die Verbindung von politischer Bildung und Medienarbeit werden wichtige Kompetenzen gefördert. Die AG zeigt damit: Demokratie ist kein abstraktes Thema aus dem Lehrbuch, sondern etwas, das junge Menschen selbst gestalten können.




