Selbst machen statt nur zuschauen: FFH-Mediencamp begeistert Jugendliche

© HIT RADIO FFH

Fünf Tage Medienproduktion, Teamarbeit und kritische Auseinandersetzung mit der digitalen Welt

Gemeinsame Pressemitteilung von HIT RADIO FFH, der Medienanstalt Hessen sowie dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen

Wie entstehen Medienformate und welche Wirkung können sie entfalten? Damit beschäftigten sich rund 50 Jugendliche aus ganz Hessen beim aktuellen FFH-Mediencamp. Vom 5. bis 9. Oktober tauchten die 14- bis 17-Jährigen in die vielfältige Welt der Medien ein und entwickelten gemeinsam mit Medienprofis eigene Beiträge zum Leitthema „Eine bessere Welt“.

Dafür wählten sie eines von vier Departments: Visual, Music, Marketing oder Audio. Von der ersten Idee bis zur Präsentation gestalteten sie ihre Projekte eigenverantwortlich und brachten ihre persönliche Handschrift ein.

Marco Maier, Geschäftsführer der FFH MEDIENGRUPPE, zieht ein positives Fazit: „Das FFH-Mediencamp ermöglicht Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen professioneller Medienproduktion. Sie erleben, wie aus einem ersten Konzept Schritt für Schritt ein fertiges Format wird und wie viele unterschiedliche Fähigkeiten dafür gefragt sind – dabei stehen sie selbst vor Mikrofon, Kamera oder Schnittplatz. Unser Ziel ist es, Interesse an der Medienwelt zu wecken, den kritischen Umgang mit Inhalten zu fördern und den Teilnehmenden zu zeigen, wie vielfältig die Berufswelt hinter Radio, Audio und digitalen Formaten ist.“

Prof. Dr. Murad Erdemir, Direktor der Medienanstalt Hessen, betont: „Wer Medien gestaltet, setzt sich auch mit ihrer Wirkung auseinander. Genau dieser Perspektivwechsel ist bei dem Projekt wichtig: Die Jugendlichen produzieren selbst und hinterfragen gleichzeitig, wie Informationen vermittelt werden, woran man verlässliche Inhalte erkennt und wie sich Desinformation verbreiten kann. Auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Künstlicher Intelligenz gehört zu den Themen, die wir vermitteln.“

Neben der praktischen Arbeit beschäftigten sich die Teilnehmenden beispielsweise mit Nachrichten- und Informationskompetenz, Desinformation, Künstlicher Intelligenz und Medienwirkung. Die Impulse flossen unmittelbar in ihre Projekte ein. So verband das Camp zeitgemäße Medienarbeit mit der Frage, wie Medien unsere Wahrnehmung und den öffentlichen Diskurs prägen.

Peter Holnick, Geschäftsführer des Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V., hebt die Eigenverantwortung der Jugendlichen hervor: „Im Camp entstehen nicht nur Medienprodukte, sondern auch neue Formen der Zusammenarbeit. Die Jugendlichen müssen unterschiedliche Vorstellungen zusammenbringen, sich gegenseitig zuhören und gemeinsam Lösungen finden. Dabei entdecken viele, dass ihre eigene Perspektive etwas zum Ergebnis beitragen kann.“

Auch abseits der Medienproduktion stand das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Freiwilliger Frühsport, Abendaktivitäten und Zeit für Austausch ergänzten das Programm. So verband die Woche fachliche Erfahrungen mit Gemeinschaft und persönlichen Begegnungen.

Das FFH-Mediencamp wird gemeinsam von HIT RADIO FFH, der Medienanstalt Hessen sowie dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V. veranstaltet. Unterstützt wird das Angebot durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.

Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, erklärt: „Jugendliche brauchen Räume, in denen sie eigene Ideen entwickeln, Neues ausprobieren und Verantwortung übernehmen können. Das betrifft analoge ebenso wie digitale Räume. Das FFH-Mediencamp bietet beides: Es verbindet kreative Medienarbeit mit Gemeinschaft und gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Das stärkt ihre Selbstwirksamkeit und ermutigt sie dazu, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten.“

Die Ergebnisse des FFH-Mediencamps sind unter https://www.ffh-mediencamp.de abrufbar.

Für die Redaktion:
Unter dem folgenden Link stellen wir Bilder der Abschlussveranstaltung des FFH-Mediencamps in Ernsthofen (© HIT RADIO FFH) zur freien Verfügung: https://nextcloud.ffh.de/s/apFyXDoJncRdE45

Bildinformationen Kooperationspartner (v.l.n.r.): Miriam Zeleke (Landesbeauftragte für die Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen des Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales), Sarah Gumz (Leiterin des Referats Medienbildung und Medienwirtschaft der Medienanstalt Hessen), Manuela Bleifuß (Head of Business & Brand Development der FFH MEDIENGRUPPE), Helin Tumay (Bildungsreferentin am Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V.).

Über die Medienanstalt Hessen

Die Medienanstalt Hessen ist die zentrale landesweite Aufsichtsbehörde für die Regulierung von privatem Rundfunk und Telemedien. Ihr Kernauftrag ist es, Medienvielfalt zu sichern, Meinungsfreiheit zu schützen und mediale Teilhabe zu ermöglichen. Sie lizenziert private Radio- und Fernsehprogramme und übt die Aufsicht über Rundfunk, Telemedien, Medienplattformen und Benutzeroberflächen aus. Zudem ist sie zuständig für den Schutz der Jugend und der Menschenwürde und engagiert sich im Kampf gegen Hass, Hetze und Desinformation. Außerdem widmet sich die Medienanstalt der Vermittlung von Medienbildung sowie der Förderung von Medienkompetenz in allen Altersgruppen und betreibt hierzu Medienbildungszentren an den Standorten Kassel und Offenbach am Main. Sie unterstützt nichtkommerzielle Lokalradios und setzt sich aktiv für den Medienstandort Hessen ein.

Pressekontakt

Philipp Greguhn

Pressekontakt HIT RADIO FFH

Vivienne Köhler

Logo Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales

Unterstützt von: