Kategorie 1 (Altersgruppe bis 6 Jahre)
1. Preis
Ev. Kindertagesstätte Ewersbach, Dietzhölztal: Von der Idee zum Hörbuch; Kinder schreiben Geschichte(n)!
Das sagt die Jury:
Was die Ev. Kita Ewersbach geschaffen hat, ist wirklich beeindruckend. Im Rahmen einer „Geschichtenwerkstatt“ haben 13 Kinder mit Unterstützung der Erziehenden, gemeinsam eine Geschichte entwickelt, sie liebevoll als Bilderbuch gestaltet und schließlich als digitales Hörbuch zum Leben erweckt. Das Projektergebnis wurde mit viel Begeisterung bei einer Lesung vor den eigenen Familien präsentiert. Die Kinder haben mit Fantasie gemalt, erzählt, gesprochen und entschieden – sie waren echte Autorinnen und Autoren! Und die Fachkräfte der Ev. Kita Ewersbach, haben diesen kreativen Prozess der Medienarbeit begleitet, unterstützt und möglich gemacht. Das Projekt zeichnet sich durch die hohe Partizipation der Kinder und altersangemessene Verbindung von analoger und digitaler Medienarbeit aus. Es zeigt, wie viel Freude, Selbstvertrauen und Kompetenz entstehen, wenn Kinder aktiv mit Medien arbeiten. Darauf könnt Ihr alle sehr stolz sein!
1. Preis
Katholische Kindertagesstätte St. Theresia, Kassel: Trickbox
Das sagt die Jury:
Mit dem Projekt „Trickbox“ ist es der Katholischen Kindertagesstätte St. Theresia in Kassel auf besondere Weise gelungen, bereits Vorschulkindern einen ganzheitlichen Zugang zur Medienwelt zu eröffnen. Innerhalb von zwei Wochen haben die Kinder, mit großer Eigenständigkeit und Kreativität alle Schritte einer Trickfilmproduktion durchlaufen – von der ersten Idee bis zur öffentlichen Präsentation (auf dem Kita-Sommerfest). Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligung der Kinder, die nicht nur Figuren und Geschichten entwickelten, sondern auch Technik bedienten und ihre Filme selbst vertonten. Das Projekt spiegelt nicht nur die Lebenswelt von 5–6-Jährigen wider, sondern verbindet auf vorbildliche Weise Medienkompetenz, Teamarbeit und kreative Ausdrucksfähigkeit. Euer Projekt „Trickbox“ zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige und altersgerechte Medienbildung schon früh gelingen kann. Das habt Ihr großartig gemacht!
Kategorie 2 (Altersgruppe bis 10 Jahre)
1. Preis
Grundschule Waldau, Kassel: Ein Eisbär reist durch Deutschland
Das sagt die Jury:
Das Projekt „Ein Eisbär reist durch Deutschland“ der Klasse 4b der Grundschule Waldau vermittelt überragend, wie sich fachliche Inhalte mit kreativer Medienarbeit lebendig und motivierend vermitteln lassen. Die Kinder setzten sich intensiv mit der Geographie Deutschlands und regionaler Besonderheiten auseinander und entwickelten eigenständig einen Lehrfilm, der Recherche, Gestaltung und Filmproduktion miteinander verbindet. Das Projekt zeichnet sich durch die herausragende inklusive und partizipative Umsetzung aus: Alle Kinder brachten sich kontinuierlich ein, übernahmen Verantwortung und gestalteten den gesamten Prozess – von der Entwicklung einer Deutschland Modellkarte Modelllandschaften bis zur Vertonung und filmischen Umsetzung mit dem reisenden Eisbären, der unterwegs Einiges erlebt. Durch die Verbindung von analogem, handwerklichem Arbeiten und Legetrick Animation entstanden vielseitige Lernprozesse, die sowohl kreative als auch inhaltliche Kompetenzen stärkten. So wird deutlich, wie aktive Medienarbeit den Fachunterricht bereichert und nachhaltiges Lernen ermöglicht – ein Projekt mit markantem pädagogischem Mehrwert und absolutem Vorbildcharakter. Das habt ihr toll gemacht! Einen großen Applaus für euch zu dieser großartigen Leistung!
2. Preis
Städtische Kindertagesstätte Hort Schule am Wall, Kassel: Erhebe Deine Stimme
Das sagt die Jury:
Das Projekt „Erhebe Deine Stimme“ des Horts der Schule Am Wall in Kassel zeigt in herausragender Weise, wie Kinder durch kreative Medienarbeit zu wichtigen gesellschaftlichen Themen Stellung beziehen können. Im Rahmen eines zweimonatigen Nachmittagsangebots entwickelten die Kinder ein eigenes Social-Media-Musikvideo gegen Mobbing – von der ersten Idee bis zur fertigen Produktion. Kennzeichnend ist die konsequente und lebensweltnahe Beteiligung der Kinder: Sie brachten eigene Erfahrungen aus Tanz und einem vorangegangen Mobbing-Projekt ein, gestalteten Liedtexte, Szenen sowie Choreografien und entschieden selbst über Stil und Botschaft. Dabei verbanden sie Ausdrucksformen wie Rap, Tanz und Film zu einem großartigen Gesamtwerk. Die Kinder lernten nicht nur die Erstellung eines Social-Media-Beitrags, sondern auch einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien – als Beitrag zur Prävention von Mobbing. Dank euch Kindern ist ein Projekt mit nachhaltiger Wirkung entstanden, das euch eine starke Stimme verleiht und zur Nachahmung inspiriert. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!
3. Preis
Freiherr-vom-Stein-Schule, Rodgau: Stark wie ein Steini – Kinderrechte digital erzählt
Das sagt die Jury:
Im Projekt „Stark wie ein Steini – Kinderrechte digital erzählt“ an der Freiherr-vom-Stein-Schule Rodgau wird eindrucksvoll sichtbar, wie Grundschulkinder digitale Medien kreativ und reflektiert nutzen können. Über 70 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 3 entwickelten eigenständig Stop-Motion-Filme zu selbst gewählten Kinderrechten – von der Idee über Storyboards bis hin zu Dreh, Vertonung und Schnitt. Die Jury hat die konsequente Partizipation überzeugt: Die Kinder bestimmten Inhalte, Ausdrucksformen und Botschaften selbst und verknüpften persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlich relevanten Themen. So entstanden imposante Medienprodukte, die Kinderrechten eine starke Stimme verleihen. Dieses Projekt verbindet in vorbildlicher Weise Demokratiebildung mit aktiver Medienkompetenzförderung und zeigt, wie Schule Räume für Mitgestaltung, Kreativität und Verantwortung eröffnen kann. Herzlichen Glückwunsch!
3. Preis
Kerschensteinerschule, Frankfurt am Main: Film-AG
Das sagt die Jury:
Die Film-AG der Kerschensteinerschule Frankfurt zeigt beispielhaft, wie nachhaltige Medienarbeit im schulischen Ganztag gelingen kann. Im Rahmen eines kontinuierlichen Angebots realisierten die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich lebensweltnah Stop-Motion- und Realfilme von der ersten Idee bis zur Präsentation. Bemerkenswert ist die umfassende Beteiligung in allen Produktionsphasen: Von der Entwicklung eigener Geschichten über Drehbücher, Gestaltung von Kulissen und Figuren bis hin zu Kameraarbeit, Ton, Schnitt und Nachvertonung lag der kreative Prozess in den Händen der Kinder. Dabei wurden ein reflektierter Umgang mit Medien, technische Fähigkeiten und auch Teamarbeit gestärkt. Die Film-AG verbindet kreative, soziale und Film-Kompetenzen und zeigt, wie Kinder durch aktive Medienarbeit ihre Themen sichtbar machen können – daher Vorbildcharakter im Ganztag! Herzlichen Glückwunsch!
Kategorie 3 (Altersgruppe bis 15 Jahre)
1. Preis
Weibelfeldschule, Dreieich: Zukunftsschmiede TrendHub
Das sagt die Jury:
Die Einreichung „Zukunftsschmiede TrendHub“ der Weibelfeldschule Dreieich beeindruckt durch ihren innovativen Ansatz: Ein von Lernenden geleitetes, prozessorientiertes und interdisziplinäres Reallabor „von Lernenden für Lernende“, das weit über ein einzelnes Medienprojekt hinausgeht. In dem fortlaufenden Angebot mit den Bereichen Think-Tank und dem Do-Tank entwickeln die Lernenden eigene Formate, gestalten Inhalte und setzen ihre Ideen praktisch um. Dabei entstehen u.a. Schülerzeitungsinhalte, Podcasts und Reportagen, die schulische und gesellschaftliche Themen aus ihrer Perspektive sichtbar machen. In selbst geleiteten Teams übernehmen sie organisatorische, technische und redaktionelle Aufgaben und stärken Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit sowie eine kritisch-reflektierte Medienhaltung. Peer-Learning, Lebensweltorientierung und kontinuierliche Reflexion prägen das Projekt und geben allen Beteiligten eine authentische Stimme. Die Jury würdigt die außergewöhnlich hohe Beteiligung sowie Eigenverantwortung und nachhaltige Förderung von Medien-, Sozial- und Urteilskompetenz. Dieses beeindruckende Projekt ist ein starkes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Lernende Verantwortung übernehmen und Schule aktiv mitgestalten. Herzlichen Glückwunsch zum 1. Preis!
2. Preis
Freiherr-vom-Stein-Schule, Fulda: Europa und seine Grenzen: Trennung oder Freiheit?
Das sagt die Jury:
Die Latein-AG zeigt eindrucksvoll, wie Latein, europäische Themen und Medien kreativ verbunden werden können. Im Schuljahr 2024/25 realisierten die Achtklässlerinnen und Achtklässler im Rahmen der AG „Latein lebendig in Szene setzen“ ein Filmprojekt zum römischen Limes, um Fragen zu Grenzen, Sicherheit und Dialog anschaulich zu thematisieren. Die Jugendlichen entwickelten ein dreisprachiges Drehbuch, gestalteten Kostüme und Requisiten, probten und führten eigenverantwortlich Dreharbeiten durch. Dabei übernahmen sie vor und hinter der Kamera sämtliche Aufgaben – von Schauspiel über Technik, Licht und Ton bis hin zu Filmschnitt, Bluescreen, Musikauswahl und Abspanngestaltung. So entstand ein Projekt mit kreativer sprachlicher Umsetzung, historischen Inhalten und aktuellen Bezügen. Die Jury würdigt insbesondere die hohe Eigenbeteiligung, die Kreativität sowie die Übertragbarkeit – ein vorbildliches Beispiel praxisnaher und wertorientierter Medienarbeit. Herzlichen Glückwunsch und großen Applaus für dieses beeindruckende Projekt!
3. Preis
Haupt- und Realschule Birstein: Stressfreier Umgang mit Gaming & Social Media
Das sagt die Jury:
Der Wahlpflichtkurs „Social Media“ beeindruckt mit einem starken und hochaktuellen Ansatz: In Kooperation mit dem Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein praxisnahes Präventionsprojekt zum bewussten und stressfreien Umgang mit Gaming und sozialen Netzwerken. Besonders überzeugend ist der Peer-to-Peer-Ansatz: Die Jugendlichen reflektierten ihre eigene Mediennutzung und übernahmen selbst die Rolle der Workshop-Leitung – authentisch, lebensnah und auf Augenhöhe. Dabei gestalteten sie kreative Materialien, führten interaktive Formate durch und entwickelten alltagsnahe Strategien, die sie direkt an andere Jugendliche weitergaben – etwa wie man sich feste Handyzeiten setzt oder bewusst etwas ohne Bildschirm macht. Ihr Projekt präsentierten sie sogar im Lokalradio Main-Kinzig-Welle. Die Jury würdigt die klare Präventionsausrichtung, die nachhaltige Weiterverwendbarkeit der Konzepte sowie die starke Eigenverantwortung der Lernenden. Ein gesellschaftlich relevantes Projekt mit nachhaltiger Wirkung – herzlichen Glückwunsch und ein großer Applaus!
Kategorie 4 (Altersgruppe bis 18 Jahre)
1. Preis
Alfred-Delp-Schule, Lampertheim: Alltagschemie – Schritt für Schritt verstehen
Das sagt die Jury:
In der Alfred-Delp-Schule Lampertheim gestalteten Schülerinnen und Schüler eine eigene Internetseite mit multimedialen Inhalten aus den MINT-Fächern. Angeregt durch spektakuläre YouTube-Videos, in denen Experimente ohne Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt wurden, entschlossen sich die Lernenden selbst zu Content-Produzierenden zu werden – jedoch unter fachlicher Anleitung, mit klaren Sicherheitsregeln und mit dem Anspruch, echte Lerninhalte zu vermitteln. Sie erstellten u.a. Experiment- und Erklärvideos, Fotografien, Lerngrafiken, digitale Escape Rooms, multimediale PDFs oder Mindmaps. Diese wurden nach der Fertigstellung auf einer Projektwebsite veröffentlicht. Die Nachhaltigkeit dieser erweiterbaren und als Langzeitprojekt angelegten Initiative sowie die enge Verzahnung mit dem Fachunterricht haben die Jury überzeugt. Es ist ein herausragendes Beispiel wie „trockene Lerninhalte“ im Schulalltag durch kreative Medienarbeit aufgewertet werden können – Macht weiter so!
1. Preis
Anne-Frank-Schule, Frankfurt am Main: Ein Film von Schülern für Schüler
Das sagt die Jury:
Die Anne-Frank-Schule Frankfurt zeigt mit ihrem Medienprojekt auf imposante Weise, wie praxisorientierte Filmarbeit basierend auf einem umfangreichen medienpädagogischen Prozess gelingen kann. Der bewusste Fokus auf Bildsprache, Schwarz-Weiß-Ästhetik und eine emotionale Musikkomposition verleiht dem Film eine besondere Tiefe. Entstanden ist ein beeindruckendes Gesamtwerk mit einer klaren Botschaft der Jugendlichen an die Menschen, die im deutschen Bildungssystem Verantwortung tragen. Er zeigt zudem, dass ein unbequemer Schulstuhl aus Hartplastik zum Anlass genommen werden kann, um sich kritisch und reflektiert mit dem Bildungssystem in Deutschland auseinanderzusetzen. Die Jury hebt besonders hervor, dass die vorbildliche, künstlerisch anspruchsvolle und sehr professionell wirkende filmische Umsetzung die Zuschauenden emotional sehr berührt und ihnen eindrücklich die gewünschte Botschaft vermittelt. Seht diese Auszeichnung als Motivation an, euch weiterhin konstruktiv in unserer Gesellschaft einzubringen und Veränderungen anzustoßen – auch wenn es nur bequemere Stühle für eure Schule sind!
2. Preis
Erich Kästner-Schule, Maintal: Wo Teilhabe beginnt, kommt Farbe ins Leben!
Das sagt die Jury:
Das jahrgangsübergreifende Projekt der Erich-Kästner-Schule Maintal hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie man sich mit den Themen Barrierefreiheit, Teilhabe und Demokratie praxisorientiert auseinandersetzen kann. Auf Grundlage eigener Alltagserfahrungen befassten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Lebensrealität sowie der Perspektive von bewegungseingeschränkten Menschen. In selbstorganisierten Teams schufen sie einen werteorientierten Film, der auf einem vielschichtigen Konzept basiert. Besonders die persönliche Identifikation und die gute Dramaturgie des Videos hebt die Jury als herausragendes Merkmal des Projekts hervor. Mit großem Einsatz, Fantasie und technischem Know-how entstand eine kreative und partizipatorische Umsetzung, die höchste Anerkennung verdient. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten – ihr habt Großartiges geschaffen!
Sonderpreis des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen: „Digital-inklusive Projekte und Unterrichtseinheiten“
Friedrich-Fröbel-Schule, Wetzlar: Ägypten zum Mitmachen – Ein inklusives Lernprojekt
Das sagt die Jury:
Die Friedrich Fröbel Schule in Wetzlar wird für ihr Projekt „Den Ägyptern auf der Spur“ mit dem HMKB Sonderpreis 2025 ausgezeichnet. Der Beitrag überzeugte durch eine sehr klare konzeptionelle Ausarbeitung und einen pädagogisch reflektieren Einsatz digitaler Medien. Digitale Werkzeuge werden gezielt genutzt, um individuelle Zugänge zu Lerninhalten zu eröffnen, unterschiedliche Lernvoraussetzungen zu berücksichtigen und alle Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen. Besonders hervorzuheben ist der sinnvolle und verantwortungsbewusste Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI wird nicht unkritisch verwendet, sondern dient als unterstützendes Werkzeug, um Inhalte zu erschließen, Differenzierung zu ermöglichen und Lernprozesse zu vertiefen. Die inklusive Gesamtlage des Projekts zeigt eindrucksvoll, wie digitale Medien zur sozialen Teilhabe, zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und zur Förderung gemeinsamer Lernprozesse beitragen können. Die Kinder arbeiten kooperativ, bringen ihre individuellen Fähigkeiten ein und erleben digitale Medien als Unterstützung und Chance, nicht als Barriere. „Den Ägyptern auf der Spur“ erfüllt die Kriterien des HMKB-Sonderpreises in besonderem Maße und steht beispielhaft für zukunftsweisende, digital-inklusive Medienbildung.
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