Viele Stimmen, viele Perspektiven: Meinungsbildung im digitalen Raum

Gastgeber, Referierende und Podiumsteilnehmende der Fachtagung „mepodi“ in Fulda | © Medienanstalt Hessen

Fachtagung „mepodi“ in Fulda beleuchtete digitale Öffentlichkeit und demokratische Teilhabe

Gemeinsame Pressemitteilung der Medienanstalt Hessen, der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB) und der Katholischen Akademie des Bistums Fulda

Ob in sozialen Netzwerken, über Nachrichtenangebote oder im direkten Austausch: Digitale Medien prägen zunehmend, welche Informationen wir wahrnehmen und wie wir uns eine Meinung bilden. Bei der diesjährigen Fachtagung „mepodi – Medienbildung politisch und digital“, die gestern in Fulda stattfand, stand deshalb die Frage im Mittelpunkt, wie sich digitale Öffentlichkeiten auf Meinungsbildung und demokratisches Miteinander auswirken.

Soziale Medien, Algorithmen und die Fülle an verfügbaren Inhalten verändern die Bedingungen, unter denen Meinungen entstehen. Damit stellt sich auch die Frage, wie gesellschaftliche Verständigung und demokratische Mehrheitsfindung unter diesen Bedingungen gelingen können.

Prof. Dr. Murad Erdemir, Direktor der Medienanstalt Hessen: „Digitale Medien eröffnen vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren und einzubringen. Gleichzeitig bestimmen Algorithmen zunehmend, welche Inhalte sichtbar werden und so Aufmerksamkeit erhalten – mit Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs und unser Miteinander. Medienbildung muss deshalb dazu befähigen, digitale Mechanismen zu verstehen, Informationen kritisch einzuordnen und eine selbstbestimmte Haltung zu entwickeln.“

Gunter Geiger, Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Fulda, Vorsitzender des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und Mitglied der Versammlung der Medienanstalt Hessen: „Demokratie lebt davon, dass unterschiedliche Positionen sichtbar werden und miteinander in den Austausch treten. Gerade im digitalen Raum müssen wir deshalb Wege finden, wie aus vielen Stimmen auch Verständigung und tragfähige Mehrheiten entstehen können. Politische Bildung kann dazu beitragen, hierfür Räume zu schaffen.“

Vorträge und Impulse aus Wissenschaft, Medien- und Bildungsarbeit sowie eine Podiumsdiskussion gaben unterschiedliche Einblicke in die digitale Meinungsbildung. Beim Speed Dating der Netzwerkpartnerinnen und -partner und dem Markt der Möglichkeiten standen zudem Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt.

Referierende und Podiumsteilnehmende waren in diesem Jahr:

  • PD Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Senior Researcher für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut
  • Meike Kohlhoff, Leiterin Social-Media-Team, katholisch.de
  • Nina Pater, Managerin medienübergreifender Journalismus in der Programmdirektion, Hessischer Rundfunk
  • Martin F. Seng, freier Journalist und Bildungsreferent (u. a. bei DIE ZEIT, F.A.Z., taz)
  • Mareike Bier, Referentin, Hessische Landeszentrale für politische Bildung
  • Luca Dobrita, Stv. Landesschulsprecher Hessen
  • Nadine Tepe, Stv. Direktorin der Medienanstalt Hessen & Gesamtleiterin der Medienbildungszentren 

Ergänzende Informationen und das komplette Tagungsprogramm können unter www.mepodi.de und www.medienanstalt-hessen.de/mepodi abgerufen werden.

mepodi ist eine Kooperation der Medienanstalt Hessen, der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB) und der Katholischen Akademie des Bistums Fulda.

Über die Medienanstalt Hessen

Die Medienanstalt Hessen ist die zentrale landesweite Aufsichtsbehörde für die Regulierung von privatem Rundfunk und Telemedien. Ihr Kernauftrag ist es, Medienvielfalt zu sichern, Meinungsfreiheit zu schützen und mediale Teilhabe zu ermöglichen. Sie lizenziert private Radio- und Fernsehprogramme und übt die Aufsicht über Rundfunk, Telemedien, Medienplattformen und Benutzeroberflächen aus. Zudem ist sie zuständig für den Schutz der Jugend und der Menschenwürde und engagiert sich im Kampf gegen Hass, Hetze und Desinformation. Außerdem widmet sich die Medienanstalt der Vermittlung von Medienbildung sowie der Förderung von Medienkompetenz in allen Altersgruppen und betreibt hierzu Medienbildungszentren an den Standorten Kassel und Offenbach am Main. Sie unterstützt nichtkommerzielle Lokalradios und setzt sich aktiv für den Medienstandort Hessen ein.

Pressekontakt

Philipp Greguhn