Gleich morgens ging es los: Welche Fragen sollen den drei Studiogästen gestellt werden? Wie soll das Studio aussehen und wer moderiert? Welche Bereiche müssen in der Studiotechnik besetzt werde? Gemeinsam wurden die einzelnen Positionen und Tätigkeiten verteilt, fleißig geübt und geprobt. Die Nervosität war hoch, als um 15 Uhr die drei Studiogäste eintrafen und die Aufzeichnung beginnen konnte. Souverän meisterten die Moderatorinnen und das Aufnahmeteam die Aufzeichnung, bei der die Studiogäste über ihren Weg nach Deutschland und ihr „Ankommen“ berichteten.
Die Sendung war einer der Höhepunkte der Ausstellung, die am folgenden Abend in der Königsgalerie eröffnet wurde und bei der alle Teilprojekte des Jahres 2026 präsentiert wurden. Maike Oertel (Familienzentrum Lighthouse u. Gemeinde Lohfelden) und Jörg Ruckel (Medienbildungszentrum Nord) betonten zur Ausstellungseröffnung die gute und wichtige Kooperation bei diesem Projekt und bekräftigten die Weiterführung im nächsten Jahr.
„Angekommen in Deutschland“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Familienzentrum Lighthouse, der Gemeinde Lohfelden und dem Medienbildungszentrum Nord. Das Projekt läuft seit 2021. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 18 Jahren interviewen und begleiten Menschen, die in den zurückliegenden 50 Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen nach Deutschland gekommen sind. Ebenso bearbeiten die Teilnehmenden medial weitere Aspekte rund um das Thema „Integration“ und „Leben in Deutschland“. Dabei reflektieren sie ihre eigenen Geschichten, Erwartungen, Wünsche und Erfahrungen. Ebenso geht es um Empathie, Toleranz, generationsübergreifendes Lernen und Medienbildung. Das Projekt wurde 2023 mit dem Hessischen Integrationspreis ausgezeichnet.




