Das Interesse der Teilnehmenden war groß, denn gerade für die eigene Videoproduktion eröffnet die Technologie neue kreative Möglichkeiten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Einsatz von KI für die Musikproduktion Fragen aufwirft, die sich auch auf andere Anwendungsmöglichkeiten von KI übertragen lassen.
Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen unter anderem die Qualität KI-generierter Musik, hörbare Artefakte und die Frage, ob sich unser Anspruch an Klang und Kreativität langfristig verändert. Unterstützt KI den kreativen Prozess oder verleitet sie dazu, Entscheidungen an Algorithmen abzugeben? Wäre es sinnvoller, mit einer Studioprogramm-Software eigene Kompositionen zu entwickeln und damit einen persönlicheren künstlerischen Ausdruck zu erreichen? Oder ist die KI schlicht ein weiteres Werkzeug, um maßgeschneiderte Musik zu entwickeln, die mitunter präziser auf Stimmung, Tempo und Dramaturgie eines Films abgestimmt ist als viele herkömmliche Lösungen?
Eindeutige Antworten fand die Gruppe nicht – wohl aber die Erkenntnis, dass die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung erst allmählich sichtbar werden. Ein Thema also, das die Redaktionsgruppe Fulda auch künftig weiter beschäftigen wird.




