Trickfilmkunst selbst gestalten

Die Schüler arbeiten in Gruppen an Tischen in einem Klassenzimmer. Einige zeichnen, während andere Projekte besprechen. Im Raum herrscht reges Treiben und eine kreative Atmosphäre.© Staatliches Schulamt für den Landkreis und die Stadt Kassel

Schulübergreifender Workshop für Schülerinnen und Schüler zur Entwicklung eigener Animationen mit Oscar©-Preisträger Thomas Stellmach.

Am 7. und 8. September 2026 fand das „3. Begabungsforum Kassel 2026 – Kreativität und Trickfilmkunst“ im Medienbildungszentrum Nord unter Leitung von Oscar©-Preisträger Thomas Stellmach und mit Unterstützung durch vier Lehrkräfte statt. Finanziert wurde der Workshop durch das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen. Aus dem Netzwerk Begabten- und Begabungsförderung des Schulamtsbezirks Kassel wurden 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 von sechs Schulen (Lichtenberg- und Goethe-Gymnasium Kassel, Engelsburg Kassel, Albert-Schweitzer-Schule Europagymnasium Kassel, Heinrich-Gruppe Schule Grebenstein und Gesamtschule Fuldatal) ausgewählt. Sie zeichneten sich durch besondere Fähigkeiten und kreatives Arbeiten im Fach Kunst aus und waren bereit, schulübergreifend in Kleingruppen zusammenzuarbeiten.

Ziele des Workshops waren für Thomas Stellmach, „die Grundlagen der Animation erfahrbar zu machen, kreative Ausdrucksformen zu fördern und eigene kurze Filme zu gestalten“.

Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick über die Trickfilmkunst und einer Einführung in die Grundprinzipien der Animation sowie die dafür eingesetzten Hilfsmittel entwickelten die Jugendlichen am ersten Tag eigene Ideen. Thomas Stellmach begleitete sie dabei wertschätzend und unterstützte sie bei der Umsetzung ihrer kreativen Loop-Animationen. Mithilfe von Zoetrop und Praxinoskop konnten sie ihre Zwischenergebnisse immer wieder direkt überprüfen und erleben, wie aus einzelnen Zeichnungen bewegte Bilder entstanden.

Am zweiten Morgen zeigte Thomas Stellmach weitere Möglichkeiten der gestalterischen Umsetzung, z.B. horizontale Fortbewegung oder Spezialeffekte. Neben der Weiterarbeit an ihren Projekten konnten die Jugendlichen ihre Animationsstreifen mit Stopp-Motion-Technik fotografieren, zu kurzen Film-Clips digitalisieren und mit passender Musik aus einem Archiv unterlegen.

Entstanden sind 22 sehr kreative und zum Teil kolorierte Animationsstreifen, die zur Erinnerung mit nach Hause genommen werden konnten. Das Feedback der Workshop-Teilnehmenden war sehr positiv. Sie fanden es spannend, eigene Filme zu zeichnen und „live“ zu erleben, „wie die Zeichnungen durch das Zoetrop und Praxinoskop lebendig werden und am Ende ihre fertigen Animationen in Farbe zu sehen“. Die Jugendlichen schätzten es besonders, ausreichend Zeit für die intensive Auseinandersetzung mit einem künstlerischen Projekt zu haben und sich dabei schulübergreifend auszutauschen, gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen.

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