Wie sich Social Media für Demokratie nutzen lässt

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem kleinen Raum und verfolgt eine Präsentation, die auf eine Leinwand projiziert wird.© Landkreis Kassel

Vortrag und Workshops zeigen, wie Social Media demokratisches Engagement fördern und Handlungsmöglichkeiten gegen Hass und Extremismus bieten kann.

Social Media ist ein zentraler Ort für demokratische Diskurse – aber auch für Hass und Extremismus. Wie können engagierte Bürgerinnen und Bürger digitale Plattformen nutzen, um demokratische Werte zu stärken und gegen Hassrede vorzugehen? Das „Haus der Demokratie“ in Gieselwerder bot zu diesem Thema einen Vortrag sowie eine kostenlose Workshopreihe an.

Den Auftakt bildete eine öffentliche Veranstaltung mit dem Titel „Hass melden, Demokratie fördern – Praktische Handlungsoptionen für Social Media“ am Dienstag, 18. August 2026. Jörg Ruckel, Leiter des Medienbildungszentrums Nord, sprach zunächst über die Geschichte des Extremismus und der Diskriminierung in Deutschland seit den 1970er-Jahren. Anschließend ging es um die Fragen: Wie äußern sich Extremismus und Diskriminierung in sozialen Netzwerken? Welche Chancen bieten digitale Plattformen für demokratische Initiativen? Und wie kann man konkret gegen Hass und Hetze vorgehen? Im Anschluss an den Vortrag entstand ein intensiver inhaltlicher Austausch mit den Teilnehmenden. Die 16 Teilnehmenden des Vortrags nahmen anschließend gemeinsam an allen drei Workshops der Reihe teil.

Die Workshops fanden am 21. und 28. August 2026 sowie am 4. September 2026 statt und wurden von den Mitarbeitenden des Medienbildungszentrums Nord durchgeführt. Neben der praktischen Arbeit gab es inhaltlichen Input zu verschiedenen Themenfeldern und einen Einblick in die jeweiligen theoretischen Grundlagen. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit verschiedenen Social-Media-Plattformen, setzten sich mit deren Möglichkeiten und Besonderheiten auseinander und entwickelten eigene Clips zu unterschiedlichen Themen. Dabei konnten sie das zuvor vermittelte Wissen direkt praktisch anwenden und eigene Erfahrungen mit der Gestaltung von Social-Media-Inhalten sammeln.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zu Vortrag und Workshops waren sehr positiv. Besonders der hohe Praxisanteil der Workshops kam gut an. Die Teilnehmenden fanden es spannend, eigene Clips zu verschiedenen Themen und für unterschiedliche Social-Media-Plattformen zu entwickeln und dabei das zuvor vermittelte Wissen direkt anzuwenden. Viele äußerten den Wunsch, sich auch über die Workshopreihe hinaus weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

Durch die Förderung über das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ war die Teilnahme kostenfrei. Der Vortrag und die Workshopreihe wurden in Kooperation mit dem Landkreis Kassel und der Gemeinde Wesertal vom Medienbildungszentrum Nord durchgeführt.

Über die Medienanstalt Hessen

Die Medienanstalt Hessen ist die zentrale landesweite Aufsichtsbehörde für die Regulierung von privatem Rundfunk und Telemedien. Ihr Kernauftrag ist es, Medienvielfalt zu sichern, Meinungsfreiheit zu schützen und mediale Teilhabe zu ermöglichen. Sie lizenziert private Radio- und Fernsehprogramme und übt die Aufsicht über Rundfunk, Telemedien, Medienplattformen und Benutzeroberflächen aus. Zudem ist sie zuständig für den Schutz der Jugend und der Menschenwürde und engagiert sich im Kampf gegen Hass, Hetze und Desinformation. Außerdem widmet sich die Medienanstalt der Vermittlung von Medienbildung sowie der Förderung von Medienkompetenz in allen Altersgruppen und betreibt hierzu Medienbildungszentren an den Standorten Kassel und Offenbach am Main. Sie unterstützt nichtkommerzielle Lokalradios und setzt sich aktiv für den Medienstandort Hessen ein.